Der letzte Rote mit Anstand und Rückgrat... 

Diejenigen, die sich schon etwas länger mit der Gemeindepolitik in Ebreichsdorf beschäftigen, können sich sicher noch an ihn erinnern – den wirklich letzten Roten mit Anstand und Rückgrat. Wir sprechen bzw. schreiben hier von keinem geringeren als dem ehemaligen Finanzstadtrat der SPÖ, Anton Maurer. 

Warum wir ihn gerade jetzt erwähnen? Nun ja, bei der letzten Gemeinderatssitzung fiel uns einmal mehr auf, dass der Verfall der SPÖ nicht von irgendwoher kommt, die aktuellen Funktionäre tragen tagtäglich dazu bei. Bruno Kreisky würde „seine“ Partei heute wohl nicht mehr wiedererkennen. 

In der letzten Gemeinderatssitzung brachte die SPÖ einen Dringlichkeitsantrag (Anm. unseren Dringlichkeitsantrag für Eislauf-Freikarten für Kinder und Jugendliche nahmen sie nicht einmal auf die Tagesordnung) für die Subvention der Kletterveranstaltung der „Naturfreunde“ ein. 300 Euro wollen die Naturfreunde von den Steuerzahlern. Wirft man einen genaueren Blick auf die Struktur der „Naturfreunde“, so sieht man, dass Personen wie Andreas Schieder oder Karin Scheele im Präsidium sitzen. Auch Ex-Kurzzeit-Kanzler Kern sagte, dass er stolz sei, ein Naturfreunde-Mitglied zu sein. Das diese drei Personen keine Unbekannten in der Sozialdemokratie sind, ist sicherlich nur ein Zufall, denn laut Aussage der SPÖ-Gemeinderäte haben die Naturfreunde mit der SPÖ ja eigentlich gar nichts zu tun. 

Es war nicht die erste Diskussion, die wir im Gemeinderat über Subventionen für Partei-Vorfeldorganisationen (die ja in Wirklichkeit gar keine sind…) führten. Doch etwas hat sich geändert. Die Moral der SPÖ verschwand anscheinend mit Anton Maurer aus dem Gemeinderat. Denn früher war ER es, der so eine Diskussion nicht auf sich sitzen ließ und selbst und aus eigener Tasche noch in der Gemeinderatssitzung das Geld, wortwörtlich auf den Tisch legte. Eine Aktion die unseren größten Respekt verdient und die wirklich bewiesen hat, dass es ihm um die gute Sache ging. Einen Charakterzug den sich Genosse Kocevar zum Vorbild nehmen sollte. 

Genosse Kocevar, ist ja neben seiner Tätigkeit als Bürgermeister auch noch Landesgeschäftsführer der SPÖ-NÖ. Finanziell müssen wir uns also wahrscheinlich keine Sorgen um ihn machen. 300 Euro sind ihm die Naturfreunde trotzdem nicht wert und sein Rückgrat hat man auch schon sehr lange nicht mehr gesehen. Traurig!

Stadtrat Markus Gubik