Geschätzte Gemeindebürgerinnen und Gemeindebürger,

Vielen von Ihnen sind die zahlreichen Baumfällungen in einzelnen Ortsteilen beziehungsweise die Fällungen einer Windschutzanlage in der KG Schranawand aufgefallen und Sie haben sich zurecht gefragt, ob dieser Kahlschlag in dieser Form auch tatsächlich notwendig war. Auch wir waren überrascht über die Dimension. Markus Gubik, der zuständige Stadtrat, hatte von Anfang an Kontakt mit dem Bezirksförster der BH Baden und in Abstimmung mit ihm und auch der Forstbehörde wurden diese Fällungen forstrechtlich begleitet. Der Stadtgemeinde obliegt im Bereich der öffentlichen Verkehrswege (auch Feldwege) sowie im Siedlungsbereich eine zivilrechtliche Verkehrssicherungspflicht. Das Außerachtlassen dieser Verpflichtung kann zu Schadenersatzverpflichtungen der Gemeinde sowie unter Umständen zu strafrechtlichen Konsequenzen der zuständigen Gemeindevertreter führen.

Gefahr von umfallenden Bäumen und herabfallenden Ästen!

Es kommt leider immer öfter bei Stürmen zu entwurzelten und umgefallenen Bäumen, aber auch zu großen Astabbrüchen, die zu einer großen Gefahr für Mensch und Tier werden. In Folge dessen wurde es aufgrund der teilweise einfach überalterten bzw. des sich immer weiter ausbreitenden Eschentriebsterbens geschädigter Bäume notwendig, die besagten Fällungen zu veranlassen.

Wiederaufforstung bereits zugesagt!

Die Stadtgemeinde ist jedoch bestrebt, die dadurch entstandenen Kahlflächen so rasch als möglich einer Wiederaufforstung zuzuführen. In einem persönlichen Gespräch mit der BH Baden letzte Woche wurde die fachliche Begleitung sowie die Überwachung der Wiederbewaldung durch die Forstbehörde zugesagt.

Der besagte Windschutzgürtel wird spätestens im Frühjahr 2020 im Zuge eines geförderten Schutzwaldsanierungsprojektes durch die Bodenschutzabteilung der NÖ Agrarbezirksbehörde neu aufgeforstet und bis zur Sicherung gepflegt. Bis dahin braucht der Boden etwas Zeit zur Regeneration. Die Sanierung der Windschutzanlage wurde, laut Experten der Behörde, bereits seit längerem ins Auge gefasst, da seit mehreren Jahrzehnten keine wirksamen Pflegemaßnahmen durchgeführt wurden und somit derartige Arbeiten notwendig geworden sind.

900 neue und zusätzliche Bäume und Sträucher werden gepflanzt!

Zusätzlich zu den oben genannten Aufforstungen, haben wir uns auf Antrag von STR Christian Pusch im letzten Ausschuss dazu entschlossen, anlässlich des 900-Jahr-Jubiläums unserer Stadt im kommenden Jahr, noch heuer mit der Setzung von 900 neuen Bäumen und Sträuchern in unserer Stadt zu beginnen. Bäume sind ein wesentlicher und wichtiger Teil unserer Lebensqualität in der Stadt, aber nur, wenn sie auch gesund und gepflegt sind. Daher haben wir uns schon vor rund 9 Jahren dazu entschlossen alle Bäume in einen sogenannten Baumkataster aufzunehmen. Dort werden sie von Experten regelmäßig kontrolliert und einer fachgerechten Pflege unterzogen. Vorsorge ist auch bei unseren Bäumen wichtig um sie möglichst lange gesund erhalten zu können.

Wir dürfen Ihnen daher versichern, dass wir tatsächlich nur jene Bäume schneiden, die auch von Experten begutachtet wurden und nur unter unverhältnismäßig hohem finanziellem Aufwand verkehrssicher zu erhalten gewesen wären. Wir werden aber auch dafür sorgen, dass viele neue Bäume unsere Stadt verschönern und unsere Windschutzgürtel, wenn notwendig, neu aufgepflanzt und gesund saniert werden.

                             

Wolfgang Kocevar                                         

STR Markus Gubik